Buchmarketing für kleines Geld

Selfpublisher stehen immer wieder vor der Herausforderung, ihr Buch bekannt zu machen. Bei Verlagsautoren übernimmt dies der herausgebende Verlag und finanziert dies, ohne dass der Autor hierfür tief in die Taschen greifen muss. Einige der Selfpublishinganbieter haben auch Marketingpakete, die aber oft kaum erschwinglich sind.

Wie klein, ist kleines Geld?

Ich überlege mir für jede Aktion, in die ich investieren, wieviele Bücher ich denn verkaufen muss, damit sie sich amortisiert hat. Wie ihr wisst, war mit ein Grund, warum wir bei den Anthologien kürzer getreten sind, dass ich regelmäßig finanziell zubuttern musste. Dazu bin ich auch nach wie vor bereit, aber es darf halt nicht monatlich in den dreistelligen Bereich gehen.

Für meine eigenen Bücher rechne ich so, dass ich in alles investiere, was mit bis zu 30 verkauften Büchern wieder rein kommt und versuche, jede mir bekannte kostenfreie Marketingmöglichkeit zu nutzen. Zudem hinterfrage ich immer, wen erreicht eine Aktion denn überhaupt?

In diesem Podcast wird mein Buch Zufällig Juwelendieb vorgestellt – dies kostete mich einen kleinen zweistelligen Betrag und ist hervorragend umgesetzt worden.

Lovelybooks – was bringt es wirklich und was kostet es?

Wenn du ein Buch geschrieben hast und das erschienen ist, kannst du bei Lovelybooks beantragen, dein Profil an eine Autorenseite zu knüpfen. Das kostet erst einmal gar nichts. Du kannst dann Werbeaktionen machen. Eine im Monat ist kostenfrei – danach wird es gleich richtig teuer.

Ich habe eine Autorenseite dort und mache meine Gratisaktion einmal im Monat. Leserunden und Buchverlosungen wechseln sich ab, wobei mir die Leserunden mit Buchverlosungen am besten gefallen, weil ich da einen Austausch mit LeserInnen habe. Kosten entstehen mir hier nur, wenn ich Printexemplare verlose. Dann muss ich natürlich die Druckkosten tragen und den Versand bezahlen. Lasse ich bei meinem Selfpublisher drucken, würde mich das auch gleich gut was kosten, daher nehme ich eine Druckerei in Anspruch, die mir 20 bis 25 Exemplare für plusminus 50 Euro druckt. Ich verlose meist nur noch 5 bis 10 Prints, dann kommt das Porto dazu. Zusätzlich biete ich Bewerbern an, ebooks zu lesen. Diese vergebe ich dann nach der Verlosung via privater Nachricht. (Das hat sich aus der Leserunde zu „Zufällig Juwelendieb“ ergeben, als ich 35 Exemplare eingegeben hatte und nur 10 davon Prints sein sollten. Es wollte niemand eBooks lesen und ich habe nachbestellt und richtig draufgelegt). Bei reiner eBook Verlosung fallen erst einmal Kosten an.

Ja und was bringt es? Rezensionen. Mein Lovelybookprofil steht momentan bei 120 Rezensionen und einem Schnitt von 4, 5 Sternen – das hilft mir natürlich enorm, auch wenn ich ersteinmal potentielle Käufe verhindert hatte, durch die Leseexemplare.

Buchvorstellungen bei Bloggern, Netzwerken und in Social Media Kanälen

Auf der Webseite Buchvorstellungen.net kannst du deine Bücher einreichen. Es gibt ein kostenfreies Angebot, das beinhaltet die Veröffentlichung auf der Webseite und Bekanntmachung der Veröffentlichung auf Twitter etc. Ich hab das mit meinem Buch Milly con Carne genutzt und warte gerade ab, ob ich das an den Verkaufszahlen merke. Man kann hier auch kostenpflichtige Pakete dazu buchen. Dann wird das Buch in Facebookgruppen usw. geteilt. Ich habe hierauf erst einmal verzichtet, weil ich im Vorfeld auf die Reichweite des Anbieters geschaut habe und die nicht für groß genug halte, als dass ich investieren wollte.

Beim Buchsonar sind die Kosten auch noch überschaubar. Hier werden verschiedene Accounts auf Twitter mit beauftragt, die Werbung zu streuen. Die Reichweite ist mit fast 5000 Followern beim Hauptaccount zwar gut, was mir hier allerdings etwas negativ auffällt – wer mehreren Accounts von denen folgt, die ebenfalls hierfür werben, hat nur noch Werbung in der Timeline und zwar mehrmals die selbe von drei bis fünf Nutzern. Ich hab es noch nicht ausprobiert.

Der Bambusblatt Blog hat die Rubrik Sechseck. Hier wurde ich bereits interviewt – sie teilen die Beiträge regelmäßig auf Twitter. Es ist kostenfrei und das Bambusblatt rezensiert auch Bücher. Allerdings ist zumindest auf Twitter die Reichweite überschaubar. Für mich war der Kontakt aber einer der nettesten und ich selbst informiere mich auch gern dort über Bücher.

Die eigenen Social Media Accounts sind natürlich ein Werbekanal. Doch was genau bringen die? Mir relativ wenig. Als Autorin werbe ich nicht sehr aggressiv, weil ich von penetranter Werbung anderer Accounts selbst schnell genervt bin und Accounts dann auch mal stummschalte. Zudem befinde ich mich dort in einer Bubble, die sich gegenseitig überschüttet mit Werbung und Informationen rund um die eigenen Neuveröffentlichungen. Wirklich gekauft habe ich über diesen Kanal nur sehr wenig. Auch das ist ein Grund, warum ich immer wieder nach Möglichkeiten suche, anders zu werben, ohne tief in die Tasche greifen zu müssen.

Wenn ihr noch Tipps habt, hinterlasst mir gerne einen Kommentar hierzu.

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