Plotwoche 4

Stephan Waldscheidt hat eine eigene Plotmethode, basierend auf den 3-Akter geschaffen. Das Autorenprogramm Patchwork hat dieses Plotmodell in seinem Assistenten angelegt, verweist aber letztenendlich zur näheren Auseinandersetzung damit, auch auf das unten genannte Buch.

Der Waldscheidt-3-Akter

Der 3-Akter ist die einfachste Methode des Plottens und ist wahrscheinlich die älteste.
Dies ist ein Plotten nach gespeicherten Vorlagen. Jeder Block, jeder Akt, jeder Abschnitt folgt hierbei demselben Prinzip:

Der Beginn ist die aufsteigende Handlung. Dabei wird der Konflikt vorgestellt, denkbare Konsequenzen für den bevorstehenden Kampf werden ebenfalls aufgeführt.
In der Mitte bzw. auf dem Höhepunkt entfaltet sich der Konflikt und der Kampf findet statt. Hierbei gewinnt oder verliert der Protagonist.
Am Schluss bzw. in der abfallenden Handlung muss der Protagonist die Konsequenzen der Erfolges oder der eigenen Niederlage tragen.
In eine, 3-Akter fasst der erste Akt die Einführung der Hauptperson und des Themas in welcher er steckt zusammen. Dieser umfasst zudem die Bildung des Settings, den Anhaltspunkt des Kernkonflikts und das persönliche Problem. Auch ein auslösendes Ereignis; eine Zwangs- oder Notlage gehören hierbei dazu.
Damit keiner dieser Punkte vernachlässigt oder vergessen werden kann, werden diese in den einzelnen Plotstrukturen separat aufgelistet. Je nach Neigung kann der Autor mit einer Voraussetzung, womit er nur das Ziel im Kopf hat, oder mit einer Aufzählung der plotrelevanten Einflüsse arbeiten. Zwischen einem weißen Blatt Papier und dem bekannten „Malen nach Zahlen“ befindet sich die 7-Punkt-Struktur, mit welcher die meisten Autoren arbeiten. Die ist sehr detailliert, jedoch nicht einengend, und sie gibt den Höhepunkten ein ganz eigenes Gewicht.

Tipps von Profis

Also, freut euch auf die nächste Plotwoche mit der Textgemeinschaft! Da geht es um das 7 Punkte System.


Zum Thema Plotten schreibt Sarah. Sie ist Schülerin in der 11. Klasse und möchte herausfinden, ob ihr “was mit Medien” liegt. Sarah sucht noch ihre berufliche Richtung und probiert sich bei uns ein wenig aus, solange es ihr Spaß macht.