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Buchmesse-Netzwerken leicht gemacht: 7 Tipps für Autorenkontakte in Leipzig

Die Leipziger Buchmesse (LBM) ist die intensivste Networking-Plattform im deutschsprachigen Raum. Doch in der Hektik des Geschehens ist es leicht, unterzugehen. Erfolgreiches Netzwerken ist kein Zufall, sondern ein Teil deines professionellen Marketings und Schreibhandwerks.

Dieser Guide hilft dir, deine Kontakte zu Lektoren, Agenten und vor allem zu anderen Schreibenden auf der LBM 2026 effizient zu knüpfen und zu pflegen.

1. Die mentale Vorbereitung: Dein Messeschild

Bevor du Visitenkarten druckst, musst du deine Kernbotschaft definieren. Wen suchst du? Was bietest du?

  1. Definiere dein Ziel: Möchtest du Kontakt zu Selfpublishern, um dich über das Selfpublishing zu informieren? Suchst du ein Genre-Netzwerk (z.B. Fantasy) oder möchtest du einen spezifischen Verlag ansprechen?
  2. Der 30-Sekunden-Pitch: Formuliere deinen Roman oder deine Idee in maximal drei Sätzen. Sei kurz, präzise und nenne Genre und Story-Konflikt. Beispiel: „Ich schreibe eine Dark-Fantasy-Reihe über eine Bibliothek, deren Bücher die Realität umschreiben können.“

2. Die materielle Vorbereitung: Kostengünstige Werbemittel

Verlasse dich nicht nur auf eine Visitenkarte. Kleine, kreative Giveaways sorgen dafür, dass sich Kontakte an dich erinnern. Hier sind Ideen für Werbemittel, die du schnell und günstig selbst kreieren kannst:

  • Professionelle Visitenkarten: Ein Muss! Achte auf hohe Papierqualität, klare Lesbarkeit und die wichtigsten Infos: Dein Name, Genre, Website/Social-Media-Handle, E-Mail.
  • Leseproben-Lesezeichen (Der „Hook“):
    • Wie gemacht: Gestalte ein Lesezeichen (ca. 5 x 20 cm) mit deinem Buchcover und deinem Namen.
    • Der Clou: Drucke auf die Rückseite einen QR-Code, der direkt zu einer kurzen Leseprobe (dein „Hook“) auf deiner Website führt. Du kannst diese Lesezeichen schnell und günstig auf Fotopapier im Drogeriemarkt (z.B. dm, Rossmann) drucken und dann zuschneiden.
  • Story-Postkarten:
    • Wie gemacht: Entwirf eine Postkarte, die ein cooles Zitat deines Hauptcharakters oder eine Mini-Szene aus deinem Manuskript zeigt.
    • Der Clou: Du gibst keine „Werbung“ ab, sondern ein kleines Kunstwerk mit Story-Relevanz. Auch Postkarten lassen sich günstig an einem Fotodrucker ausdrucken.

3. Die 7 goldenen Regeln für das Netzwerken auf der LBM

Nutze diese Tipps, um deine Zeit auf der Messe maximal auszuschöpfen:

  1. Der Stand ist zweitrangig: Die besten Kontakte knüpfst du abseits der vollen Gänge – in den Cafés, an den Treffpunkten der Selfpublisher oder auf den Abendveranstaltungen. Die entspannte Atmosphäre nach Messeschluss ist Gold wert.
  2. Gib zuerst, nimm dann: Frage dein Gegenüber zuerst nach dessen Projekt oder Arbeit. Zeige ehrliches Interesse. Das baut sofort eine Brücke.
  3. Suche die Schlange: Wartezeiten vor Lesungen sind eine fantastische Chance für lockere Gespräche mit Genre-Kollegen. Es ist ein sofortiger, gemeinsamer Lesegeschmack.
  4. Digitale Brücken bauen: Wenn du eine Visitenkarte erhältst, mache dir sofort eine kurze Notiz auf der Rückseite (z.B. „Traf ihn am Fantasy-Stand, schreibt über Zeitreisen“). Füge den Kontakt noch am selben Abend bei LinkedIn oder Instagram hinzu.
  5. Folge dem Event-Plan: Nutze Veranstaltungen des Selfpublisher-Verbandes oder Podiumsdiskussionen zu deinem Genre. Hier triffst du Gleichgesinnte mit gezielten Interessen.
  6. Pausiere strategisch: Das Atrium oder der Außenbereich sind gute Spots, um Menschen zu beobachten und anzusprechen, die gerade selbst eine Pause machen.
  7. Das Follow-up ist alles: Schicke 2–3 Tage nach der Messe eine kurze, persönliche E-Mail oder Nachricht, in der du auf euer Gespräch Bezug nimmst. Die meisten vergessen diesen Schritt – du nicht!

Netzwerken ist Beziehungsarbeit. Gehe mit Offenheit, Freude und einer klaren Strategie in die Leipziger Buchmesse!

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